Wort gehalten beim Thema Kiesabbau

Team Niederrhein mit Charlotte Quik, Julia Zupancic und Sascha van Beek hält Wort: CDU-Wahlprogramm sieht Neujustierung des Kiesabbaus am Niederrhein vor – Bedarfsermittlung kommt auf den wissenschaftlichen Prüfstand

Das Team Niederrhein der CDU Kreis Wesel zur Landtagswahl mit Charlotte Quik, Julia Zupancic und Sascha van Beek hält Wort: Im Oktober vergangenen Jahres gab es bereits einen Parteitagsbeschluss. Ein 10-Punkte-Plan ist daraufhin erarbeitet worden. Jetzt steht es Schwarz auf Weiß im frisch veröffentlichten Landtagswahlprogramm der CDU Nordrhein-Westfalen: Nach dem Willen der Christdemokraten wird der Kiesabbau am Niederrhein neu justiert.


„Wir setzen uns für einen geregelten Rohstoffabbau ein. Denn Rohstoffe sind endlich. Daher wollen wir eine ganzheitliche Rohstoffstrategie umsetzen, die Mensch, Umwelt und Landwirtschaft schützt, Planungssicherheit für die Industrie herstellt, Flächenverbrauche reduziert und Alternativen fördert“, erklären Charlotte Quik, Julia Zupancic und Sascha van Beek in Anlehnung an das Wahlprogramm.


Ein zentraler Punkt im Wahlprogramm ist die Überprüfung der „Bedarfsermittlung“. Sie wurde von der rot-grünen Vorgängerregierung eingeführt und richtet sich am Verbrauch der vorangegangenen Jahre aus. „Das werden wir auf den wissenschaftlichen Prüfstand stellen“, erklärt das Team Niederrhein. „Einzig und allein entscheidend für die Abbaumengen ist die Bedarfsermittlung und nicht irgendein Versorgungszeitraum. Wer diesen beispielsweise auf 15 Jahre reduziert und der Bedarf aufgrund der herkömmlichen Ermittlungsmethode steigt, muss sofort neu planen.“


Ein zweiter Punkt ist das Thema Recycling. „Wir werden das Rohstoff-Recycling weiter unterstützen und bereits erfolgreiche Projekte fortführen. Ein effizienter und nachhaltiger Umgang mit vorhandenen Ressourcen muss Kern der Kreislaufwirtschaft sein“, so das Team Niederrhein.


Ganz aktuell weist das Team Niederrhein die „Warnungen“ der Direktorin des Regionalverbandes Ruhr, Karola Geiß-Netthöfel, vor einem RVR-Austritt des Kreises Wesel zurück: „Es ist ein schlechter Witz, wenn der RVR seine Chaosplanung im neuen Regionalplanentwurf zum Thema Kiesabbau damit entschuldigt, man führe nur Vorgaben des Landes aus. Hier werden Nebelkerzen gezündet, um krasse Versäumnisse und fehlende Kommunikation zu kaschieren. Darüber hinaus werden übertriebene Drohszenarien aufgebaut. Dazu erklären Charlotte Quik, Julia Zupancic und Sascha van Beek: „Das Team Niederrhein begrüßt ausdrücklich die Ankündigung des Regionalrates Düsseldorf, den Kreis Wesel mit offenen Armen empfangen zu wollen und die Kiesproblematik künftig gemeinsam und zielorientiert anzugehen. Wir fordern den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Kreistag, Gerd Drüten, sowie seine Fraktionskolleginnen und Kollegen auf, sich nicht dem Druck der Ruhrgebiets-Sozialdemokraten zu beugen, denen der Niederrhein egal ist, sondern im Sinne der Heimat und einer Neujustierung des Kiesabbaus für den RVR-Austritt am 31. März zu stimmen, getreu dem Motto: erst das Land, dann die Partei!“